Nikotin Definition

Nikotin: Eigenschaften, Ursachen und Symptome einer Nikotinabhängigkeit

Nikotin ist ein Nervengift, welches in Tabak enthalten ist und bei dessen Verbrennung freigesetzt wird. Aufgrund seiner Wirkung sorgt Nikotin bei regelmäßigen Konsum für eine Abhängigkeit. Um dem vorzubeugen, werden bereits in der Schule Aufklärungsprogramme für Kinder gehalten, um vom Rauchen abzusehen und sich selbst nicht den schädlichen Auswirkungen auszusetzen. 

Wenn bereits eine Nikotinabhängigkeit vorliegt, wird diese meist durch Nikotinpflaster behandelt, indem die Dosis kontinuierlich verringert wird. In manchen Fällen wird auch der komplette Nikotinverzicht durchgeführt, was jedoch bei Langzeitabhängigen auch zu körperlichen Entzugserscheinungen, wie Gewichtszunahme, Unzufriedenheit und mehr führen kann. 

Was ist Nikotin?

Nikotin zählt zu den Nervengiften und wird in den Wurzeln der Tabakpflanze produziert. Es wird von der Pflanze eigentlich zum Schutz gegen Insekten produziert und wird auch von Menschen als Insektizid verwendet. Aufgrund dessen, dass Nikotin giftig ist, kann es sogar zu einer Vergiftung führen. 

Was sind die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Nikotin? 

Nikotin wird chemisch auch als C10H14N2 bezeichnet. Dabei besteht es weitestgehend aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff. Nachfolgend sind verschiedene Eigenschaften noch einmal in einer Tabelle aufgeführt. 

EigenschaftWert
Schmelzpunkt-79°C
Brennpunkt246,8°C
Dichte1,01g/cm^3

Welche Chemikalien werden durch Nikotin im Gehirn freigesetzt?

Innerhalb von 10 Sekunden nach dem Einatmen erreicht Nikotin das Gehirn, wo es seine Wirkung entfaltet. Dort dockt es an den Acetylcholin-Rezeptoren an und sorgt beispielsweise für die Steigerung der Dopamin-Produktion. Dopamine sind Glückshormone, die ein gutes Gefühl in uns erzeugen. Darüber hinaus sorgt Nikotin auch dafür, dass die Gehirnareale angesprochen werden, die für die eigene Wachheit und Konzentrationsfähigkeit zuständig sind. 

Wo findet sich Nikotin als Chemikalie normalerweise?

Nikotin ist, wie jeder weiß, in Tabak enthalten und sorgt aufgrund dessen in Tabak für den sogenannten Nikotinrausch. Darüber hinaus ist Nikotin als Pflanzenstoff jedoch auch in anderen Pflanzen, wie Aubergine, grünen Tomaten und Blumenkohl enthalten. Die darin enthaltenen Mengen sind jedoch vollkommen unschädlich. 

Für was wird Nikotin verwendet?

Nikotin wird auf unterschiedliche Arten und Weise verwendet. Einerseits findet es in klassischen Zigaretten Verwendung, andererseits wird es aber auch Liquids hinzugefügt, um eine noch ähnlichere Erfahrung ermöglichen zu können. Darüber hinaus gibt es jedoch auch Nikotinpflaster für Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten sowie die Verwendung von Nikotin in Insektiziden. 

Wie viel Nikotin ist in einer E-Zigarette?

Es gibt E-Zigaretten, die keinerlei Nikotin enthalten, da das verwendete Liquid komplett ohne Nikotin auskommt. Darüber hinaus gibt es jedoch auch Liquids für E-Zigaretten, welche die gesetzlich vorgeschriebene Höchstmenge an Nikotin enthalten. 

Wie viel Nikotin ist in einem E-Juice?

Auch in Sachen E-Juice gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Während es E-Juice ohne Nikotin gibt, gibt es auch Varianten mit Nikotin, die insbesondere für die Menschen gedacht sind, die den Umstieg von der herkömmlichen Zigarette gewagt haben und sich gerne Nikotin abgewöhnen würden. 

Wie testet man Nikotin in Vapes?

Es gibt drei unterschiedliche Arten und Weisen, wie man das Vorhandensein von Nikotin aus Vapes sicherstellt:  

  • Bluttest

Nikotin lässt sich je nach Konzentration auch im Blut nachweisen. Aufgrund dessen, kann Blut abgenommen werden, um es anschließend auf Nikotin zu überprüfen. 

  • Urintest

Auch im Urin ist Nikotin nachweisbar, sodass ein Urintest ebenfalls Auskunft über den Nikotingehalt im Körper geben kann. Diese Methode zählst als die beste und schnellste. 

  • Speicheltest

Ebenfalls möglich, aber in der Regel nur innerhalb weniger Stunden nach dem Nikotinkonsum, ist ein Speicheltest. Dieser bietet eine schnelle und einfache Möglichkeit Nikotin nachzuweisen. 

So kann man den Nikotingehalt in E-Zigaretten testen und nachweisen, ob der Körper das Nikotin aufgenommen hat. 

Was ist der durchschnittliche Nikotingehalt?

In einer E-Zigarette sind normalerweise rund 0,5 – 15,4 mg Nikotin auf 15 Züge enthalten. Die Voraussetzung hierfür ist, dass das gewählte E-Liquid Nikotin enthält. 

Wie lange hält sich Nikotin im Körper?

Wann immer man raucht, dampft oder Nikotin auf eine andere Art und Weise konsumiert, wird der Zersetzungsprozess von Enzymen angestoßen. Wie bei Alkohol dauert es einige Zeit, bis der Körper das Nikotin vollständig abgebaut hat. Darüber hinaus lässt sich Nikotin, wie bereits erwähnt, auf unterschiedliche Arten und Weise nachweisen. 

Im Urin hält sich Nikotin zwischen 16 und 40 Stunden und die dortige Konzentration ist in der Regel vier- bis sechsmal höher als im Blut oder im Speichel. In manchen Fällen kann es sogar sein, dass Nikotin bis zu 8 Wochen im Urin nachgewiesen werden kann. 

Studien weisen zudem daraufhin, dass sich Nikotin bis zu drei Tage im Speichel und im Blut hält, die Konzentration jedoch viel niedriger ist als im Urin. 

Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die individuellen Abbauzeiten teilweise stark voneinander abweichen können. 

Was ist eine Nikotinabhängigkeit?

Eine Nikotinabhängigkeit besteht die körperliche Abhängigkeit von und das Verlangen nach Nikotin. Aufgrund dessen, dass Nikotin Glückshormone freisetzt, gibt er dem Körper das Gefühl mehr davon zu wollen, was zu einer Wiederholung und schließlich zur Sucht führt, um erneut das Hochgefühl erfahren zu können. 

Typische Symptome für eine Nikotinabhängigkeit sind ein stetes Verlangen nach nikotinhaltigen Produkten, Entzugserscheinungen, wenn kein Nikotin konsumiert wird sowie die Fortsetzung des Nikotinkonsums selbst dann, wenn negative Folgen eintreten. 

Was verursacht eine Nikotinabhängigkeit?

Eine Nikotinabhängigkeit wird dadurch verursacht, dass der Körper das Glücksgefühl, was durch die Ausschüttung von Dopaminen entsteht, erneut spüren will und deshalb signalisiert, dass es wieder an der Zeit ist Nikotin zu konsumieren. 

Wie lange dauert es eine Nikotinabhängigkeit zu entwickeln?

Es ist schwierig eine genaue Anzahl an Tagen oder Wochen zu nennen, die es dauert, um von Nikotin abhängig zu werden. Faktoren, die in dieser Hinsicht eine Rolle spielen, sind die Umgebung, das Alter und auch das Geschlecht. In der Regel ist es jedoch so, dass die erste Zigarette eine unangenehme Erfahrung ist, während die darauffolgenden Zigaretten bereits den Grundstein für eine Abhängigkeit legen. 

Was sind die Symptome einer Nikotinabhängigkeit?

Eine Nikotinabhängigkeit bringt verschiedene Symptome mit sich. Zu diesen Symptomen zählen: 

  • Stetes Verlangen nach nikotinhaltigen Produkten
  • Entzugserscheinungen, wenn kein Nikotin konsumiert wurde
  • Fortsetzung des Nikotinkonsums, wenn negative Folgen für den eigenen Körper bzw. Krankheiten festgestellt wurden

Was verursacht eine Nikotinabhängigkeit?

Nikotin aktiviert ein Belohnungskreislauf im Gehirn, welcher darauf angewiesen ist, dass immer wieder neue Dopamine ausgeschüttet werden, um sich glücklich fühlen zu können. Aufgrund dessen, dass Nikotin die Ausschüttung der Dopamine begünstigt, entsteht eine Abhängigkeit von Nikotin. 

Was sind die Risikofaktoren einer Nikotinabhängigkeit?

Es gibt verschiedene Risikofaktoren in Sachen Nikotin. Zunächst einmal setzt sich jeder, der Nikotin konsumiert, dem Risiko aus, abhängig zu werden. Darüber hinaus sind diejenigen, deren Eltern bereits eine Nikotinabhängigkeit aufgewiesen haben, deutlich gefährdeter als Kinder von Nichtrauchern. 

Darüber hinaus sind auch Menschen, die bereits in ihrer Jugend geraucht haben, in mehr Fällen ihr ganzes Leben nikotinabhängig. Darüber hinaus haben auch Menschen, die Drogen oder viel Alkohol konsumieren ebenfalls ein höheres Risiko nikotinabhängig zu werden. 

Welche Nebenwirkungen hat Nikotin?

Nikotin bringt einige Nebenwirkungen mit sich, die mit dem regelmäßigen Konsum einhergehen. Demnach kann Nikotin beispielsweise eine verschwommene Sicht, Schwindel, Nervosität, Kopfschmerzen und einen irregulären Herzschlag verursachen. 

Darüber hinaus kann Nikotin auch Mundentzündungen, einen trockenen Rachen, sowie Durchfall, Schluckauf, einen sauren Magen, Mund-, Zahn-, Kiefer-  und Nackenschmerzen verursachen. 

Wie kann eine Nikotinabhängigkeit verhindert werden?

Eine Nikotinabhängigkeit kann auf verschiedene Arten und Weisen verhindert werden. Hierzu zählen: 

  • Konsum extrem geringer Mengen von Nikotin
  • Verzicht auf Nikotin
  • Lange Pausen zwischen dem Nikotinkonsum

Das sind unterschiedliche Arten und Weisen, wie eine Nikotinabhängigkeit verhindert werden kann. 

Warum sollte man eine Behandlung bei einer Nikotinabhängigkeit anstreben?

Eine Nikotinabhängigkeit bringt meist zahlreiche Entzugserscheinungen mit sich, welche den Entzug besonders schwer machen und für viele Menschen eine unmögliche Aufgabe darstellen. Aus diesem Grund sowie auch aufgrund der psychischen Unterstützung bietet es sich an eine professionelle Behandlung bei einer Nikotinabhängigkeit anzustreben. 

Gibt es ein Mittel, welches den Nikotinentzug leichter macht?

Ja, es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie der Nikotinentzug einfacher gestaltet werden kann. Zu diesen Möglichkeiten zählen: 

  • Nikotinpflaster, um die Menge des aufgenommenen Nikotins kontinuierlich zu verringern
  • Vapes bzw. E-Zigaretten, in denen die Menge des verwendeten Nikotins kontinuierlich reduziert werden kann. 
  • Nikotinkaugummis, welche ebenfalls dabei helfen die Menge des aufgenommenen Nikotins stetig zu reduzieren.