Snus Wirkungen auf den Körper

Welche Wirkung hat Snus auf den Körper? – Snus auf Herz und Nieren geprüft

Was kann Snus und wie genau wirkt Snus in meinem Körper? Wir sind dieser Frage auf den Grund und zeigen auf, was man beim Genuss des skandinavischen Genussmittels alles beachten muss. 

Was ist Snus eigentlich genau?

Snus ist Tabak, den man über den Mund aufnimmt. Der sogenannte Oraltabak wird dabei entweder lose angeboten und in kleine Kugeln gerollt, in kleinen Beuteln oder als Nikotin-Beutel konsumiert. Dabei schiebt man sich den Snus unter die Oberlippe, wo er bis zu einer Stunde verbleiben kann. 

Durch den Speichel im Mund lösen sich die im Tabak enthaltenen Stoffe, hauptsächlich Nikotin, dass dann über die Schleimhäute im Mund-Rachen-Bereich aufgenommen wird und sich im Blutkreislauf verteilt. 

Ähnliche Formen des Tabakkonsums sind der Schnupftabak, wo die Stoffe über die Nasenschleimhäute aufgenommen werden oder der Kautabak, bei dem sich die Stoffe durch Kauen aus dem Tabak lösen und so aufgenommen werden können.

Snus ist eine Darbietungsform, bei der der Tabak mit Hilfe von Salzen einfacher gelöst und aufgenommen werden kann. Das Snus gibt es dabei in verschiedenen Stärken und sogar Geschmacksrichtungen.

Diese Beutel sind mittlerweile sogar bei vielen Sportlern hoch im Kurs und werden weltweit von vielen Fans gelobt und genutzt. In Europa ist der Konsum vollkommen legal und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Was passiert, wenn man Snus nimmt?

Sobald man sich den Beutel oder den Tabak zwischen Lippe und Zahnfleisch schiebt, beginnt der Speichel, durch das im Snus enthaltene Salz, die Stoffe herauszulösen. Dabei wird ein Teil der Inhaltsstoffe direkt über die Schleimhaut im Mund und das Zahnfleisch aufgenommen, während der Rest durch den ganzen Mund und bis in den Rachen verteilt werden kann.

Der Hauptwirkstoff dabei ist das Nikotin. Die Snus Wirkung fällt dabei sehr unterschiedlich aus und ist von Person zu Person verschieden. Je nach Gewöhnungsgrad kann es gerade bei Neulingen und hohen Dosen zu Schwindel und Übelkeit kommen. 

Was passiert, wenn man Snus nimmt und, wer Snus einmal ausprobieren möchte, der sollte dies in einer ruhigen Umgebung tun und mit kleinen Dosen beginnen, damit man die Snus Wirkung genau einschätzen lernen kann. Wer ein wummerndes „High“ erwartet, der wird aber enttäuscht. Snus, bzw. Nikotin ist kein schwer psychoaktive Droge, wie zum THC. Der Effekt, den man beim ersten Konsum verspürt stellt sich nach mehrmaliger Nutzung ein und ist eher mild im Vergleich zur Zigarette oder verbotenen Drogen. 

Aber was bewirkt Snus? Snus bewirkt eine Aufnahme von Nikotin im Körper, ohne, dass durch eine Verbrennung schädliche Stoffe entstehen. Dennoch besteht bei Überdosierung des Risiko einer Nikotinvergiftung, weswegen man bei der Dosis vorsicht walten lassen sollte, auch, wenn das Risiko vergleichsweise sehr gering ist. 

Wie wirkt Nikotin im Körper?

NIkotin ist der Wirkstoff, der die ersehnten Effekte erzielt. Im Gegensatz zur „Kippe“ entstehen beim aber keine Schadstoffe durch Verbrennung. Viele der negativen Effekte von Zigaretten können damit umgegangen werden, während die positiven Effekte des Nikotins gezielt genutzt werden können.

Nikotin ist ein Nervengift, das die Tabakpflanze üblicherweise zur Abwehr von Insekten nutzt. Einmal im Hirn angekommen, reagiert Nikotin mit den Acetylcholin-Rezeptoren und löst so bestimmte Prozesse aus. Einer dieser Effekte ist, dass Dopamin freigesetzt wird. Aber auch Adrenalin wird dadurch ausgeschüttet. 

Das Dopamin sorgt für ein gutes Gefühl und Wohlbefinden, schärft, zusammen mit dem Adrenalin, aber auch die Aufmerksamkeit. Zusätzlich regt Nikotin den Parasympathikus an, wodurch mehr Magensaft produziert wird. Das wiederum verbessert die Darmfunktion. 

Durch die Stimulation des Sympathikus hingegen wird Adrenalin freigeben, was zudem den Blutdruck und die Herzfrequenz hebt. Das hat zur Folge, dass die Fette und Zucker im Blut besser bzw. Schneller verarbeitet werden können. Dies kann sich außerdem positiv auf die Bildung von Muskelzellen auswirken.

Die Snus Wirkung haben wir daher hier einmal kurz zusammengefasst:

  • Gesteigerte Aufmerksamkeit
  • Man wird wachsamer und wacher
  • Ein „gutes Gefühl“ bzw. Wohlbefinden
  • Verbesserte Verdauung
  • Schnellerer Stoffwechsel
  • Verminderter Appetit

Nachteile sind:

  • Anfangs Übelkeit und Schwindel

Diese Effekte werden allein durch das Nikotin ausgelöst. Nikotin wird nach der Aufnahme sofort über die Leber abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden. Die Halbwertszeit des Nikotins im Körper beträgt dabei in etwas 2 Stunden.

Auch, wenn Snus keine zusätzlichen Chemikalien wie die Zigaretten beinhaltet, so kann auch das Nikotin im Snus zur Abhängigkeit führen. Daher empfiehlt sich ein verantwortungsvoller Umgang mit der Substanz, ganz wie bei Zigaretten und Alkohol auch.

Aufgrund der vielen positiven Effekte die man mit dem Snus erzielen kann, nutzen viele Sportler den Oraltabak zur Leistungssteigerung – ganz ohne die vielen negativen Eigenschaften der Zigarette.

Snus als Dopingmittel?

Snus im Sport ist mittlerweile weit verbreitet. Da König Fußball in Deutschland regiert, sei gesagt, dass laut Interviews jeder vierte Spieler der Bundesliga Snus zu sich nehmen soll. Einige der Spieler stehen sogar öffentlich dazu und propagieren den Konsum des Snus. 

Verboten ist das nicht, denn Snus im Sport ist auch der Anti-Doping-Agentur ein Begriff. Die WADA, die für Dopingkontrollen und Empfehlungen zuständig ist, hat Snus zwar auf die Beobachtungsliste gesetzt, den Stoff aber bisher noch nicht verboten (Quelle: Wikipedia)

Neben den Spielern der Bundesliga sind sich aber auch andere Sportarten und Spieler der Vorteile des Snus bewusst und nutzen diese gezielt. Neben Fußball soll auch im Eishockey, dem American Football und vielen anderen Leistungssportarten weltweit Snus eingesetzt werden.

Aber auch Kraftsportler und Athleten jeglicher stehen im Verdacht, Snus zu Ihrem Vorteil einzusetzen. Das liegt an den vielen positiven Eigenschaften, bei Aufmerksamkeit und Wohlbefinden, aber nicht zuletzt auch an den Vorteilen bei der Verdauung sowie der Zucker und Fettverbrennung. 

Was ist gesünder: Snus oder Zigaretten?

In Sachen Gesundheit hat Snus ganz klar die Nase vorn. Dennoch sollte man nicht außer Acht lassen, dass man ganz ohne am gesündesten lebt. Das Magazin Gesund und Vital zum Beispiel beschreibt, dass Snus 90-95 % weniger schädlicher ist als das Rauchen. 

In dem Artikel wird aber auch die krebserregenden Stoffe in rauchlosen Tabakprodukten hingewiesen, zu denen auch Snus gehört. Zu diesen Tabakprodukten gehören aber auch Kautabak, Schnupftabak und andere, weswegen ein Vergleich und detaillierte Aufzählung nicht aussagekräftig sind. 

Kurzgesagt ist einer der wichtigsten krebserregenden Stoffe beim Tabak das Nitrosamin, das man auch im Snus finden kann. Der Vollständigkeit halber wollen wir aber trotzdem auf eventuelle Risiken beim Konsum von rauchlosen Tabakprodukten eingehen. Diese sind:

  • Parodontitis
  • Karies
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Mundhöhlen, Speiseröhren und Bauchspeicheldrüsenkrebs

Wie hoch das Risiko dafür ist, wird allerdings nirgends genau betitelt.

Snus Nebenwirkungen – Was sollte man beachten?

Bei Problemen mit dem Säure-Basen Haushalt sollte man wissen, dass Snus für gewöhnlich basisch mit einen pH-Wert von 8 ist. Das sorgt für eine bessere Aufnahme des Nikotins. Bekannte Nebenwirkung von Nikotin sind, wie bereits erwähnt, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen und Kopfschmerzen. Das gilt für Snus und Zigaretten gleichermaßen, aber in unterschiedlichen Schweregraden. Wie die Snus Nebenwirkungen ausfallen hängt ganz von der jeweiligen Person und seiner Verfassung ab. 

Auch die Nikotinvergiftung ist eine Snus Nebenwirkung, wenn man nicht verantwortungsvoll damit umgeht. Eine Dosis von 500 mg Nikotin kann für einen erwachsenen bereits tödlich enden. Daher gilt es, sich bei Zigaretten und Snus gleichermaßen, auf einen verantwortungsvollen Umgang zu konzentrieren. 

Beginnen Sie immer mit kleinen Dosen und setzen Sie sich zeitliche Abstände. Dazu sollte man wissen, dass man, je länger man Snus im Mund behält, man mehr Nikotin aufnimmt. Daher sind Abstände wichtig und bei Anzeichen von Unwohlsein und starken Kopfschmerzen, Schwindel etc den Konsum einzustellen. 

Was sollte ich tun, wenn ich Snus verschluckt habe? Hier finden sie die besten Tipps.

Dennoch sind Nikotinvergiftungen durch Snus eher selten, trotzdem ist von einem Konsum von Snus in Kombination mit Zigaretten abzuraten.

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