Glykol Definition

Glykol: Definition, Geschichte, Nutzen und Effekte

Wer E-Zigaretten kennt, weiß, dass E-Liquids Propylenglycol enthalten, um den gewünschten Dampf erzeugen zu können. Ein wichtiger Bestandteil dieses Gemischs ist Glycol auf das wir im Rahmen dieses Artikels näher eingehen wollen. Hierfür setzen wir uns mit der Frage, was Glykol eigentlich ist, auseinander und werfen auch einen Blick auf die Geschichte von Glycol. 

Außerdem wird näher auf die Nutzung von Glycol eingegangen, um anschließend zu verstehen, wie Glycol auf uns Menschen wirkt. Damit kannst du herausfinden, was es mit diesem Inhaltsstoff auf sich hat. 

Was ist Glycol?

Glycole sind Stoffe aus der Gruppe der zweiwertigen Alkohole und kann aus pflanzlichem Glycerin, aber auch aus Erdöl gewonnen werden. 

Zu welcher Gruppe gehört Glycol?

Glycol ist Teil der Gruppe der zweiwertigen Alkohole und hiermit besonders reaktionsfreudig, wodurch es vielseitig eingesetzt und mit anderen Stoffen kombiniert werden kann. 

Aus was wird Glycol gewonnen?

Glykol kann entweder aus pflanzlichem Glycerin oder aber auch aus Erdöl gewonnen werden. Bei der technischen Herstellung von Glycol wird von Ethen, einem Bestandteil des Crackgases ausgegangen. 

Dabei wird Ethen mit Luftsauerstoff oxidiert, wobei Silber als Katalysator verwendet wird. Dadurch entsteht Ethylenoxid, was sehr reaktionsfreudig ist. Setzt man dieses Hitze und Druck aus und fügt Wasser hinzu, entsteht Glycol. 

Wann wurde Glycol das erste Mal gewonnen?

Glycol wurde zum ersten Mal 1859 hergestellt. Man stellte es her, indem man Ethylenioded mit Silberacetat behandelte und das hieraus gewonnene Ethylacetat mit Kaliumhydroxid. Hierdurch wurde Glykol hergestellt. 

Wer entdeckte Glycol?

Der französische Chemiker namens Charles Adolphe Wurtz entdeckte Glycol 1859. 

Aus was besteht Glycol?

Glycol wird aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung als Mischung zwischen Alkohol und Glycerin beschrieben. Abhängig davon, welche Form von Glycol vorliegt, können unterschiedliche Stoffe involviert sein. Als Basis dienen allerdings zweiwertige Alkohole. 

Es hat HOCH2-CH2OH als chemische Formel und ist eine farblose, aber ölige Flüssigkeit, die mild riecht und leicht süß schmeckt. 

Welche Chemikalien sind in Glycol enthalten?

Glycol enthält immer zwei Hydroxyl-Gruppen, die mit einer variablen Anzahl von Kohlenstoffatomen verbunden sind. 

Wo wird Glycol häufig verwendet?

Glycole finden heutzutage in zahlreichen, unterschiedlichen Bereichen Anwendungen. Nachfolgend wollen wir einen genaueren Blick auf diese Beispiele werfen und herausfinden, wie Glycol angewendet wird. 

  1. Lacke

Glycole werden in Lacken und Farben verwendet, weil diese einen tieferen Gefrierpunkt haben und damit die Lagerung bzw. den Transport erleichtern. 

  1. Kaugummis, Hautcremes und Co. 

Propylenglycol, was auch in E-Liquids verwendet wird, findet in diesen Produkten Anwendung, um eine bessere Konsistenz zu erzeugen. 

  1. Frostschutzmittel

Aufgrund des geringen Gefrierpunkts werden Glycole auch in Frostschutzmitteln verwendet. 

Was sind die zwei Typen von Glycol?

In den meisten Fällen wird lediglich zwischen zwei Arten von Glycol unterschieden. Einerseits gibt es Ethylenglycol und andererseits gibt es Propylenglycol, die beide unterschiedliche Eigenschaften und Anwendungen haben. 

EthylenglycolPropylenglycol
GiftigUngiftig
Molare Masse von 62,07 g/molMolare Masse von 76,10 g/mol
Wird für Frostschutzmittel und Polyesterfasern genutztWird für zahlreiche Lebensmittel und pharmazeutische sowie kosmetische Produkte genutzt
C2H6OC3H8O2

Welche Art von Glycol wird in Lebensmitteln verwendet?

Aufgrund dessen, dass Propylenglycol unschädlich ist, wird dieses in Lebensmitteln verwendet. Der Grund für die Verwendung ist, dass hierdurch meist eine bessere Konsistenz sowie ein leicht süßlicher Geschmack erreicht werden kann. 

Welche Lebensmittel enthalten Glycol?

Es gibt zahlreiche Lebensmittel, die auf Propylenglycol setzen. Zu den bekanntesten Beispielen zählen die folgenden: 

  • Kaugummis
  • Fast-Food
  • Marshmallows
  • Eiscreme
  • Alkoholische Getränke

Ist die Verwendung von Glycol in Lebensmitteln unbedenklich?

Ja, die Verwendung von Propylenglycol in Lebensmitteln ist unbedenklich, da dieser Stoff bereits zahlreiche Male mithilfe von Studien getestet und jedes Mal für unbedenklich empfunden wurde. 

Was sind die Vorteile von Glycol?

Glycole sind vor allem aufgrund ihrer vielseitigen Einsetzbarkeit praktisch. Sie können im industriellen Maßstab hergestellt und einfach weiterverwendet haben. Zudem bieten sie je nach verwendeten Typ beispielsweise einen tieferen Gefrierpunkt oder aber auch eine geschmeidige Konsistenz, was je nach Anwendungsfall von Vorteil sein kann. 

Welcher Typ von Glycol ist schädlich?

Ethylenglycol ist schädlich für Menschen, weil diese Verbindung giftig ist. Wie auch Propylenglycol hat Ethylenglycol einen leicht süßlichen Geschmack, weshalb es in den 80ern von Winzern dazu genutzt wurde Weine zu süßen. Diese fälschliche Anwendung endete in einem Skandal.

Was sind die negativen Effekte von Ehtylenglycol?

Ethylenglycol kann dem menschlichen Körper auf viele, unterschiedliche Arten und Weisen schaden. Zunächst einmal kann Ethylenglycol sowohl flüssig als auch gasförmig aufgenommen werden. Zu den negativen Effekten von Ethylenglycol zählen zudem auch Herzrasen, Gesichtslähmungen, Übergeben, Depressionen, hoher Blutdruck und viele weitere Faktoren, weshalb man Ethylenglycol in jedem Fall vermeiden sollte.